Über mich

Ich bin nicht hier um zu lehren, sondern um zu erinnern.

Ich bin Maren – Seelenführerin, Herzöffnerin und alleingeborene Seele.

Meine Geschichte begann nicht erst mit meinem ersten Atemzug. Sie begann viel früher, in einem warmen, weichen, orangefarbenen Raum. Wenn ich heute dorthin zurückgehe, sehe ich Lyra vor mir, meine Zwillingsschwester. Wir spielen an Händen und Füßen, ich höre ihre Geräusche, und da ist dieses tiefe Gefühl von Nähe, Geborgenheit und Verbindung. Wir fühlen uns geliebt. Wir fühlen uns gesehen. Es gibt keinen Grund zu glauben, dass sich daran etwas ändern könnte.

Und dann verändert sich die Stimmung.

In mir wird es unruhig, während Lyra immer stiller wird. Sie legt ihre Hände in mein Gesicht, und ich spüre, wie sie ihren letzten Atemzug macht. Ich spüre, wie ihr kleines Herz das letzte Mal schlägt. Danach ist da absolute Stille.

Ich spüre ihren Körper, aber ihre Seele ist fort.

Heute weiß ich, dass ich für mich Zeit gebraucht habe, um überhaupt wieder ein Ja zum Leben zu finden. Nicht als bewusste Entscheidung, nicht als Gedanke, sondern als tiefe Bewegung meiner Seele. Etwas in mir musste durch Schmerz, Trauer und Verlust hindurch wieder spüren: Ich darf leben.

Lange hatte ich für diese Sehnsucht keine Worte. Ich konnte nicht erklären, warum sich in mir etwas nach Verbindung sehnte, warum da ein Gefühl von Leere war, das nicht einfach Einsamkeit war, und warum ein Teil von mir jemanden zu vermissen schien, den ich mit dem Verstand nicht greifen konnte.

Erst durch die Seelenarbeit durfte ich erkennen, dass ich als alleingeborener Fünfling auf diese Welt gekommen bin. Lyra war bis zur 20. Schwangerschaftswoche bei mir. Jonathan bis zur fünften Woche. Agatha eine Woche. Heinrich nur einen Tag.

Diese Erinnerung hat mich nicht kleiner gemacht. Sie hat mich näher zu mir geführt.

Sie hat mir gezeigt, dass unsere Seele Dinge tragen kann, für die der Kopf lange keine Sprache hat. Dass Sehnsucht nicht falsch sein muss. Dass Leere nicht immer Mangel ist. Dass Schmerz manchmal dorthin zeigt, wo Liebe war.

Heute lebe ich mit dieser Erinnerung nicht als Wunde, sondern als Teil meiner Wahrheit. Sie ist der Ursprung meines Weges und der Grund, warum ich Räume öffne, in denen nicht zuerst erklärt werden muss, was gefühlt wird.

Ich glaube an die Erinnerung der Seele. An innere Bilder. An Körperwissen. An Verbindung, die nicht endet, nur weil sie im Außen nicht sichtbar ist.

Und ich glaube daran, dass wir nicht hier sind, um uns immer weiter zu optimieren, sondern um uns an das zu erinnern, was in uns längst da ist.

Du bist nie alleine - deine Seele erinnert sich. 

Ich sehe, fühle & spüre dich
Maren

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