Pränatale Erfahrungen - deine Geschichte beginnt vor deiner Geburt
Vielleicht spürst du schon lange, dass etwas in deinem Leben tiefer liegt, als du es mit deinem Verstand erklären kannst.
Eine Sehnsucht nach etwas oder jemandem.
Das Gefühl, nicht ganz angekommen zu sein.
Eine Leere, obwohl in deinem Leben eigentlich nichts fehlt.
Oder eine Verbindung, die du wahrnimmst, ohne zu wissen, woher sie kommt.
Vielleicht hast du schon viel verstanden, reflektiert und aufgearbeitet. Du kennst deine Kindheit, deine Beziehungsmuster und viele deiner Prägungen. Und trotzdem gibt es in dir etwas, das du bisher nicht vollständig greifen konntest.
Manche Erfahrungen beginnen nicht erst in der Kindheit. Sie beginnen früher. Im Mutterleib.
Was sind pränatale Erfahrungen?
Pränatal bedeutet: Vor der Geburt.
Die Zeit im Mutterleib ist der erste Lebensraum eines Menschen. Dort beginnt körperliche Entwicklung. Gleichzeitig entstehen erste Erfahrungen von Nähe, Raum, Bewegung, Versorgung und Verbindung.
Diese frühen Erfahrungen können später nicht wie ein bewusst erlebtes Erlebnis erzählt werden. Es gibt keine gewöhnliche Erinnerung daran. Und doch können Frauen Empfindungen, Körperreaktionen oder innere Bilder wahrnehmen, die sich mit ihrem heutigen Leben allein nicht vollständig erklären lassen.
Pränatale Erfahrungen können sehr unterschiedlich sein.
Manchmal geht es um:
- Das Erleben von Nähe und Verbindung
- Unruhe, Enge oder fehlenden Raum
- Die emotionale und körperliche Atmosphäre während der Schwangerschaft
- Medizinische Eingriffe oder belastende Situationen
- Eine frühe Trennung
- Den Verlust eines Zwillings oder Mehrlings
- Den Übergang zur Geburt
- Oder eine Erfahrung, die vorher nicht vermutet wurde
Dabei geht es nicht darum, nachträglich eine fertige Erklärung über das eigene Leben zu legen. Es geht darum, anzuerkennen, dass deine Geschichte möglicherweise früher begonnen hat, als dein Kopf sich erinnern kann.
Da sich diese Erfahrungen in einer sehr frühen Entwicklungsphase ereignen, können sie später nicht wie gewöhnliche Erlebnisse bewusst erinnert und chronologisch erzählt werden. Wenn etwas aus dieser Zeit wahrgenommen wird, zeigt sich deshalb häufig nicht als klare Erinnerung, sondern beispielsweise als Körperempfindung, Gefühl, inneres Bild oder stilles Wissen.
Wenn sich etwas nicht erklären lässt
Viele Frauen, die zu mir kommen, stehen mitten im Leben. Sie sind reflektiert. Sie können tief fühlen. Sie haben Verantwortung übernommen. Sie haben sich bereits intensiv mit sich beschäftigt.
Und trotzdem bleibt diese Sehnsucht.
Manche beschreiben das Gefühl, jemanden zu vermissen, ohne zu wissen, wen. Andere erleben sich als verbunden und gleichzeitig allein. Manche spüren, dass sie im Außen angekommen sind, aber innerlich weiterhin nach etwas suchen.
Auch Nähe kann widersprüchlich erlebt werden. Eine Frau sehnt sich nach tiefer Verbindung und zieht sich gleichzeitig zurück, sobald diese Nähe entsteht. Oder sie spürt eine besondere Verantwortung für andere und kann nicht erklären, warum sie Verbindung so stark schützen möchte.
Solche Erfahrungen können viele unterschiedliche Ursachen haben. Nicht jede Sehnsucht beginnt im Mutterleib. Nicht jedes Gefühl von Leere weist auf einen verlorenen Zwilling hin.
Doch manchmal lohnt es sich, den Blick nicht nur auf das Leben nach der Geburt zu richten.
Pränatale Seelenverbindungen
Manche Schwangerschaften beginnen nicht mit einem einzigen Embryo. Neben Zwillingen können auch drei, vier oder mehr Embryonen angelegt sein, von denen sich nicht alle bis zur Geburt weiterentwickeln.
Viele Menschen kennen dafür den Begriff „alleingeborener Zwilling“. Weniger bekannt ist, dass es auch alleingeborene Mehrlinge gibt.
Ein solcher Beginn muss der Mutter nicht bekannt gewesen sein. Vor allem sehr frühe Entwicklungen können unbemerkt bleiben. Andere Frauen wissen durch eine frühe Untersuchung, Blutungen oder ein sogenanntes Papierkind davon.
Ein Papierkind entsteht, wenn bei einer Mehrlingsschwangerschaft ein Kind im Mutterleib verstirbt und im Körper der Mutter bleibt.
Durch den wachsenden Platzbedarf des überlebenden Kindes und der Fruchtblase wird der Körper des verstorbenen Kindes zusammengedrückt. Dabei verliert er Flüssigkeit und wird sehr flach. Weil er anschließend dünn wie Papier aussehen kann, wird dafür der Begriff „Papierkind“ verwendet.
Ein Papierkind ist nicht genau dasselbe wie ein sehr früher „Vanishing Twin“. Bei einem sehr frühen Verlust kann das verstorbene Kind vollständig vom Körper aufgenommen werden und später nicht mehr sichtbar sein. Ein Papierkind kann dagegen Bei der Geburt oder bei der Untersuchung der Plazenta noch erkannt werden.
In meinem Fall erzählte mir mein Vater, dass sich in der Plazenta ein Papierkind befand. Dadurch erhielt ich Jahre später den körperlich sichtbaren Hinweis darauf, dass ich meine Zeit im Mutterleib nicht alleine beginnen hatte.
Wichtig: Nicht jeder früh verstorbene Zwilling wird zu einem Papierkind und nicht jeder verlorene Zwilling kann später noch im Körper nachgewiesen werden.
Das bedeutet nicht, dass jede alleingeborene Seele später bestimmte Probleme haben muss. Es gibt keine feste Liste, durch die sich ein verlorener Zwilling oder Mehrling sicher erkennen lässt.
Doch manche Frauen berichten von einer tiefen Sehnsucht nach Verbindung, dem Gefühl, jemanden zu suchen, für zwei oder mehr zu leben oder nicht vollständig zu sein.
Für einige bekommt ihr bisheriges Erleben dadurch einen neuen Zusammenhang. Für andere zeigt sich ein vollkommen anderer Ursprung.
Meine Geschichte als alleingeborener Fünfling
Ich selbst bin als alleingeborener Fünfling auf die Welt gekommen. Durch meine eigene Seelenarbeit durfte ich Lyra, Jonathan, Agatha und Heinrich begegnen.
Lyra, meine eineiige Zwillingsschwester, war bis zur 20. Schwangerschaftswoche bei mir. Jonathan bis zur fünften Woche, Agatha eine Woche und Heinrich nur einen Tag.
Lange wusste ich nicht, woher meine tiefe Sehnsucht nach Verbindung und das Gefühl kamen, dass jemand fehlt. Erst durch meine eigenen Bilder und Erfahrungen bekam etwas einen Platz, das ich zuvor nicht mit meinem Verstand greifen konnte.
Diese Erinnerung hat mir keine fremde Geschichte gegeben. Sie hat mich zu meiner geführt. Heute ist sie der Ursprung meiner Arbeit als Seelenführerin.
Was kann sich in einer Rückführung zeigen?
In einer Rückführung in die pränatale Zeit suchen wir nicht gezielt nach einem verlorenen Zwilling oder Mehrling. Wir folgen keiner vorgegebenen Erklärung. Wir folgen dem, was dein Körper, dein Herz und deine Seele zeigen.
Manchmal führt eine Reise in einen frühen Raum im Mutterleib. Manchmal zeigt sich eine Verbindung zu einem Zwilling oder Mehrling. Manchmal geht es um Enge, Trennung, Verlust, die Verbindung zur Mutter oder den eigenen Lebenswillen. Und manchmal zeigt sich etwas ganz anderes, als der Kopf erwartet hat.
Du musst vorher nicht wissen, was geschehen ist. Du musst keine Bilder erzeugen und nichts Bestimmtes finden. Deine Erfahrung darf sich auf ihre eigene Weise zeigen. Es geht nicht darum, dir zu sagen, was deine Geschichte ist. Es geht darum, einen Raum zu öffnen, in dem du deine eigene Geschichte wahrnehmen kannst.
Rückführung in die pränatale Zeit
Die Rückführung in die pränatale Zeit ist der Kern meiner Arbeit. Sie führt nicht über Analyse oder eine fertige Methode. Sie führt über deine Wahrnehmung.
Dabei können innere Bilder, Gefühle, Körperempfindungen, Bewegungen, Worte oder ein stilles Wissen auftauchen. Jede Rückführung verläuft anders, weil jede Seele ihre eigene Geschichte trägt.
Ich gebe dir nicht vor, was du sehen oder fühlen sollst. Ich begleite dich, halte den Raum und folge den Situationen, die sich aus deiner eigenen Wahrnehmung öffnen.
Eine Rückführung kann dich unter anderem zu deiner Selbstansicht, auf deine Zeitlinie, in den Mutterleib und durch weitere innere Erfahrungsräume führen.
Entscheidend ist nicht, dass etwas Spektakuläres geschieht. Entscheidend ist, dass das, was sich zeigt, deins ist.
Die Rückführung ist im 1:1 online und persönlich in meinem Raum in Oldenburg möglich. Zusätzlich öffne ich Gruppenrückführungen, in denen eine Seele aktiv geführt wird und die anderen Frauen über Resonanz und Mit-Erinnerung teilhaben können.
Wenn die Reise über den eigenen Mutterleib hinausführt
Eine pränatale Reise führt nicht immer ausschließlich in den eigenen Mutterleib. Es kann sich auch eine Verbindung zum Mutterleib der eigenen Mutter, der Großmutter oder des eigenen Kindes zeigen.
Dabei wird vorher nicht festgelegt, wohin die Reise führt. Wir folgen dem, was sich aus deiner eigenen Wahrnehmung heraus zeigt und für dein heutiges Erleben wichtig sein kann.
In einer meiner Begleitungen führte die Reise sogar durch alle drei Ebenen: in die pränatale Zeit der Frau selbst, in die ihrer Mutter und in die Verbindung zu ihrem eigenen Kind. Erst durch diese drei Ebenen wurde für sie sichtbar, wie die einzelnen Erfahrungen miteinander verbunden waren.
Eine solche Reise über mehrere Generationen geschieht nicht in jeder Rückführung. Sie kann sich jedoch zeigen, wenn ein Gefühl, eine Verbindung oder ein wiederkehrendes Thema nicht nur die eigenen pränatale Zeit berührt.
Auch hier gebe ich keine Geschichte und keine Richtung vor. Die Bilder, Gefühle und Zusammenhänge entstehen aus der Frau selbst.
Für wen meine Räume gedacht sind
Meine Arbeit richtet sich vor allem an feinfühlige, reflektierte und innerlich stabile Frauen. An Frauen, die nicht am Anfang ihres Weges stehen. Die bereits viel erkannt, erfahren oder aufgearbeitet haben und trotzdem spüren, dass eine Ebene bisher nicht erreicht wurde.
Du musst nicht wissen, ob dein heutiges Erleben einen pränatalen Ursprung hat. Du darfst mit Fragen kommen. Mit deiner Sehnsucht. Mit deiner Wahrnehmung oder einfach mit den Gefühl: Da ist noch mehr.
Meine Räume ersetzen keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung. Ich stelle keine Diagnosen und gebe dir keine Geschichte vor.
Ich begleite dich in deiner eigenen Wahrnehmung.
Muss ich wissen, was im Mutterleib geschehen ist?
Nein.
Manche Frauen kennen Informationen über ihre Schwangerschaft oder Geburt. Andere wissen fast nichts darüber. Beides ist für eine Rückführung möglich.
Dein Kopf muss die Antwort nicht bereits kennen.
Muss ich ein alleingeborener Zwilling oder Mehrling sein?
Nein.
Eine Rückführung ist keine Suche nach einem verlorenen Geschwister. Ein Zwilling oder Mehrling kann sich zeigen - muss es aber nicht.
Wir bleiben offen für deinen Ursprung.
Entsteht jede unerklärliche Sehnsucht durch pränatale Erfahrungen?
Nein.
Sehnsucht, Verlustangst, Nähe und Rückzug können viele verschiedene Hintergründe haben. Deshalb arbeite ich nicht mit pauschalen Zuordnungen.
Pränatale Erfahrungen sind eine mögliche Ebene deiner Geschichte, nicht automatisch die Erklärung für alles.
Kann ich mich überhaupt an die Zeit vor meiner Geburt erinnern?
Pränatale Erfahrungen werden nicht wie gewöhnliche Alltagserinnerungen abgerufen.
In einer Rückführung können sich stattdessen innere Bilder, Gefühle, Körperempfindungen, Bewegungen oder ein tiefes Wissen zeigen. Dabei geht es nicht darum, einen historischen Beweis zu erzeugen.
Es geht um deine innere Erfahrung und darum, was sie für dich heute sichtbar macht.
Dein nächster Schritt
Du musst nicht sofort wissen, ob eine Rückführung für dich das richtig ist.
Vielleicht möchtest du meiner Arbeit zunächst in einem ersten Erfahrungsraum begegnen. Vielleicht ruft dich die „Seelenbegegnung“. Vielleicht möchtest du bei „Geboren, um zu leben“ tiefer eintauchen. Oder du spürst bereits ein Ja zu einer persönlichen Seelenzeit mit mir.
Auf meiner Seite Seelenräume findest du alle Wege, über die du meiner Arbeit begegnen kannst.
Du bist nie alleine - deine Seele erinnert sich.
Ich sehe, fühle & spüre dich
Maren
